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Spendenaktion: Ein Dankeschön an 100 Schülerinnen und Schüler der Merian Gesamtschule
Am Samstag, den 14.12.2024, sammelten Schülerinnen und Schüler der Merian Gemeinschaftsschule Lebensmittelspenden für den DORNAHOF Tübingen. Und das zum 28sten mal.
Das Fazit der verantwortlichen Lehrerin Lisa Schrade: „Es lief großartig bei uns. Knapp 100 Schülerinnen und Schüler sowie 13 Lehrkräfte haben sich an der Aktion beteiligt. Obwohl einige krankheitsbedingt absagen mussten, war die Unterstützung beeindruckend. Die Resonanz der Kundinnen und Kunden war durchweg positiv. Viele kannten unsere Sammelaktion bereits aus den Vorjahren, sodass die Schülerinnen und Schüler nur wenig erklären mussten. Unsere Standorte reichten von kleinen Bäckereien bis hin zu großen Discountern und Supermärkten in Nehren, Dußlingen und Gomaringen. Wir sind rundum zufrieden und danken allen, die zum Erfolg dieser Aktion beigetragen haben!“
Für die Mitarbeitenden im DORNAHOF fing der Samstagmorgen in der Früh mit dem Beladen des Kleinbusses an. Bänke, Kartons und Kisten wurden zu Lebensmittelmärkten in Dußlingen (Netto, Rewe und s'Lädle) und Nehren (Netto und Marktladen) gefahren und für die Schülerinnen und Schüler aufgebaut. Im Laufe des Tages wurden die Märkte immer wieder angesteuert, um sich mit den Schülerinnen und Schülern auszutauschen, Waren abzuholen und neue leere Kisten zu bringen. Auf diese Weise kamen 50 Kisten an Lebensmitteln und 5 Kisten Hygieneartikel für den DORNAHOF Tübingen zusammen. Diese werden nun in Geschenktüten verpackt und am 18. Dezember an Klientinnen und Klienten verteilt. Darüber hinaus werden die Lebensmittel für weihnachtliches Essen in den beiden Tagesstätten in der Eberhardstraße und im Unterstützungszentrum für Frauen, im Schleifmühleweg, verwendet. Manche Lebensmittel, wie Nudeln und Konserven, ergänzen mehrere Monate die Essensangebote der Tagesstätten. Wurst-, Fleisch- und Fischkonserven werden Menschen ausgehändigt, die die Notübernachtung ansteuern und gar nichts haben.
Die Aktion der Schülerinnen und Schüler ist für den DORNAHOF ein wertvolles Geschenk. Armut wird leider nicht weniger, das wird teilweise auch bei den Gesprächen mit Kundinnen und Kunden der Lebensmittelgeschäfte deutlich, wenn sich zum Beispiel vereinzelt Kunden dafür entschuldigen, dass ihnen eine Spende nicht möglich sei, weil sie selbst mittlerweile mit starken finanziellen Kürzungen leben müssen. „Dass der Anteil der Armutsbevölkerung zunimmt, merken auch wir“, so die Geschäftsbereichsleiterin vom DORNAHOF Tübingen: „Zunehmend kommen in unsere beide Tagesstädten Menschen aus Tübinger und fragen hungrig nach Lebensmitteln. Das ist zu beobachten seit Ende der Pandemie. Es gibt viele Menschen, die nicht im Leistungsbezug sind. Die Menschen kommen im Rahmen der sogenannten Freizügigkeit nach Deutschland, haben hier noch nicht gearbeitet, suchen Arbeit und müssen erst eine Weile arbeiten, um Sozialleistungen zu erhalten.“
Für die Klientinnen und Klienten und Mitarbeitende vom DORNAHOF Tübingen ist diese Aktion gerade deshalb in der Vorweihnachtszeit viel mehr als nur eine Geste. Das Hilfsangebot tut der Seele gut.